CPAP-Maske bei OSA – Therapie, Risiken & Nebenwirkungen | Inspire

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CPAP-Maske bei Schlafapnoe: wirksam, aber nicht sehr beliebt

CPAP Maske schlaflose Nacht fuer Partnerin

Inhaltsverzeichnis

 


Bei einer mittelschweren bis schweren obstruktiven Schlafapnoe (OSA) wird während der Nacht das Tragen einer sogenannten CPAP-Maske empfohlen. Das ist laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) derzeit die Standardtherapie. (1) CPAP steht für „Continuous Positive Airway Pressure“. Auf Deutsch: kontinuierlicher Atemwegsüberdruck. Durch die CPAP-Behandlung wird während des Schlafens in den Atemwegen ein leichter Überdruck erzeugt, der die Atemmuskulatur stabilisiert.

Die technische Ausrüstung besteht aus einer Atemmaske, die über einen flexiblen Schlauch mit dem CPAP-Gerät verbunden ist. Die Atemmaske sitzt – je nach Modell – auf Mund und Nase oder nur auf der Nase und wird mit elastischen Bändern am Kopf fixiert. Das CPAP-Gerät, das neben dem Bett platziert wird, saugt Luft aus der Umgebung an, filtert diese und pumpt sie durch den Schlauch mit Überdruck in die Atemwege des Patienten. Dabei atmet der Patient komplett über die Maske ein und auch gegen den fast vollständigen Gegendruck wieder über die Maske aus.

Gängig sind drei verschiedene Maskentypen:

  • Full-Face-Masken umschließen den Mund und die Nase. Sie werden häufig bei Patienten mit Nasenatmungsbehinderung, Mundatmern und bei Therapien mit hohem Druck verwendet.
  • Nasenmasken sitzen nur über der Nase. Sie sind kleiner und auch leichter als Full-Face-Masken.
  • Nasenpolstermasken bestehen aus zwei Endstücken aus weichem Kunststoff, die in die Nasenlöcher eingeführt werden. Das Gesicht bleibt so weitestgehend frei. Dieser Maskentyp ist allerdings nur geeignet, wenn ein sehr geringer Überdruck therapeutisch ausreichend ist.

Alle Masken verfügen über eine sogenannte „Leckage-Ventilöffnung“. Hierüber strömt kontinuierlich eine kleine Menge Luft aus, unter anderem auch die Ausatemluft. Eine gewisse „Undichtigkeit“ ist also richtig und wichtig.


Funktion der CPAP-Maske: Überdruck hält die Atemwege offen

So wirkt die CPAP-Therapie: Der Überdruck der Atemluft verhindert Atemaussetzer während des Schlafs, die für die obstruktive Schlafapnoe typisch sind. Während des Schlafs entspannt sich die Muskulatur, was unter Umständen dazu führen kann, dass die oberen Atemwege in sich zusammenfallen (kollabieren). Dadurch wird der Atemfluss unterbrochen. Zudem kann die Zunge, wenn die Muskulatur erschlafft, in den Rachen rutschen und den Zugang zur Luftröhre blockieren.

Bei jedem Atemaussetzer schlägt der Körper Alarm. Es kommt zu einer Weckreaktion, die dem Körper unterbewusst hilft, sich wieder zu stabilisieren. Das Ganze spielt sich innerhalb von Sekunden ab und der Schläfer bekommt davon in der Regel gar nichts mit. Obwohl er nicht wirklich wach wird, wird er aus der jeweiligen Schlafphase herausgerissen, Blutdruck und Herzfrequenz steigen an, bevor er dann wieder in den unruhigen Schlaf zurückfällt. Aber die Folgen der wiederholten nächtlichen Atemaussetzer, die spürt er sehr wohl: Am nächsten Morgen wachen Menschen mit einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) gerädert auf und sind tagsüber ständig müde.

Normalerweise herrscht im Schlaf beim Einatmen in den oberen Atemwegen ein Unterdruck. Dieser Unterdruck erhöht das Risiko, dass die erschlaffte Muskulatur kollabiert und/oder die Zunge nach hinten rutscht. Eine Beatmung mit leichtem Überdruck erscheint deshalb als geeignete Therapie, um bei Menschen mit OSAS die Muskulatur zu stabilisieren und so die gefährlichen Atemaussetzer zu verhindern.

Und das funktioniert tatsächlich: Die nächtliche Beatmung über eine CPAP-Maske ist nachweislich in der Lage, die Atemwege offen zu halten. Atemaussetzer treten deutlich seltener oder – im besten Fall – gar nicht mehr auf. Der Sauerstoffgehalt des Blutes steigt an, der Körper wird also wieder besser mit Sauerstoff versorgt. Die Schlafqualität bessert sich und die Tagesmüdigkeit geht zurück. (2) Und es gibt noch einen positiven Nebeneffekt, der besonders den Schlafpartnern und -partnerinnen zugutekommt: Das Schnarchen hört bei Überdruckbeatmung meistens auf.

Mögliche Folgeerkrankungen der obstruktiven Schlafapnoe sind Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Studien konnten nachweisen, dass sich der Blutdruck durch eine CPAP-Therapie normalisieren kann. (2,3) Unklar ist, ob sich auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko von OSAS-Patienten durch diese Behandlung verringern lässt.

In einer großen Studie, an der fast 3.000 Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (und koronarer Herzkrankheit) teilnahmen, war kein Schutzeffekt der CPAP-Therapie mit Blick auf das Herzrisiko zu erkennen. (4) Das kam überraschend, da sich die Schlafqualität sowie der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) in der Studie deutlich besserten. Der AHI als Maß für die Anzahl der Atemaussetzer verringerte sich von durchschnittlich 29,0 auf 3,7 Ereignissen pro Stunde. Die OSAS-typische Atemstörung lässt sich also durch die CPAP-Beatmung effektiv behandeln.

Effekte der CPAP-Beatmung im Überblick:

  • Die OSAS-typischen gefährlichen Atemaussetzer werden reduziert.
  • Der Sauerstoffgehalt des Blutes steigt.
  • Das Schnarchen bessert sich.
  • Ein erhöhter Blutdruck wird gesenkt.

Viele Patienten tragen die CPAP-Maske nicht

Die Wirksamkeit der CPAP-Behandlung ist unstrittig, allerdings nur unter einer Voraussetzung: Die Patienten müssen die CPAP-Maske auch wirklich tragen – und zwar auf Dauer, nicht nur ab und zu, sondern konsequent ein Leben lang. Das aber ist genau der Haken bei der Sache: Die Akzeptanz der CPAP-Therapie ist nicht besonders gut. Studien zeigen, dass noch nicht einmal die Hälfte aller OSAS-Patienten die ärztlichen Anweisungen befolgt. (5)

Folgende Anwendungsfehler gefährden häufig den Therapieerfolg:

  1. Die Maske wird oft nicht richtig fixiert. Sie muss fest anliegen, sonst kann seitlich Luft entweichen. Das sollte nicht passieren, weil dann nicht sichergestellt werden kann, dass die Atemluft auch wirklich mit Überdruck in die Atemwege strömt.
  2. Viele Patienten tragen die CPAP-Maske nicht lange genug. Sie setzen die Maske zwar vor dem Einschlafen auf, nehmen sie dann aber im Laufe der Nacht wieder ab. Das empfohlene Minimum – fünf Stunden pro Nacht – wird so oft unterschritten. (6) Im schlimmsten Fall wird die Behandlung sogar ganz abgebrochen und das CPAP-Gerät landet in der Abstellkammer.

 


CPAP-Maske & Gerät stören beim Schlafen

Der Grund für die schlechte Akzeptanz der CPAP-Therapie liegt auf der Hand: Viele Patienten erleben das Tragen der Maske als unangenehm und störend. (7) Das liegt zum einen an dem kontinuierlichen Luftdruck, der sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen herrscht. Vielen Patienten fällt es schwer, gegen den Luftdruck auszuatmen und fühlen sich unwohl, nicht frei ausatmen zu können. Das empfinden manche Betroffene als anstrengend, sodass sie schnell ein Gefühl von Atemnot entwickeln.

Zudem fällt es vielen schwer, mit der technischen Ausrüstung einzuschlafen und/oder durchzuschlafen. Die Maske erzeugt Beklemmungen. Aber auch Mund- und Nasentrockenheit sowie andere Nebenwirkungen führen dazu, dass sich Patienten mit dieser Therapie nicht wohlfühlen. Schließlich kann auch die technische Geräuschkulisse der CPAP-Therapie ein Hindernis sein.

Mit anderen Worten: Die CPAP-Therapie, die dem Patienten zu einem erholsamen Schlaf verhelfen soll, kann ihrerseits den Schlaf empfindlich stören. Außerdem schreckt viele Patienten die Aussicht, fortan immer – ein Leben lang – mit dieser technischen Ausrüstung schlafen zu müssen. Auch Partner/innen von OSAS-Patienten finden diese Vorstellung irritierend und unterstützen die CPAP-Behandlung längst nicht immer, obwohl sie deren Wirksamkeit in punkto Schnarchen als sehr befreiend erleben.


Unzufriedenheit mit der CPAP-Therapie hat viele Gründe: Nebenwirkungen und Risiken im Überblick


Probleme, weil die Maske nicht richtig passt

CPAP-Masken besitzen eine standardisierte Form und lassen sich nicht individuell anpassen. Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Gesichtsformen kommt es deshalb öfter vor, dass die Maske nicht richtig sitzt. Dies beeinträchtigt den erholsamen Schlaf. Auch kann es passieren, dass eine schlecht sitzende Atemmaske im Schlaf unbemerkt verrutscht und Luft entweicht. Der therapeutisch notwenige Überdruck der Atemluft ist dann nicht mehr sichergestellt. Außerdem kann der austretende Luftstrom zu Augenreizungen bis hin zur Bindehautentzündung führen. Schmerzhafte Druckstellen und Druckgeschwüre können ebenfalls Folgen einer schlecht sitzenden Atemmaske sein.

Der Wechsel auf eine andere Maske ist einen Versuch wert, aber nicht immer lassen sich die Probleme dadurch beseitigen. Das genaue Vorgehen besprechen Sie bitte Sie mit Ihrem Arzt.


Das Ausatmen gegen den kontinuierlichen Luftdruck entspricht nicht der natürlichen Atmung wird oft als sehr anstrengend und unangenehm empfunden. Bei manchen kommt es sogar zu einem Gefühl von Atemnot. Können die Patienten die Maske in dieser Situation nicht schnell genug ablegen, können sogar Angst- und Panikattacken entstehen. In diesen Fällen muss die Behandlung in der Regel abgebrochen werden.

Zudem beklagen viele OSAS-Patienten, dass sie sich durch die Atemmaske eingeengt fühlen. Die Maske muss eng anliegen, damit am Rand keine Luft austreten kann. Die Gummibänder, mit denen die Maske fixiert wird, müssen deshalb relativ stramm sitzen. Selbst wenn man die Bänder – wie es Hersteller empfehlen – „so locker wie möglich“ einstellt, ist der Druck für viele Patienten immer noch beklemmend unangenehm. Gerade am Gesicht, das normalerweise nicht bedeckt ist, lässt sich ein Fremdkörper schwer ertragen. Und man kann sich auch nur schwer daran gewöhnen. Viele Patienten müssen sich deshalb jede Nacht aufs Neue überwinden, die CPAP-Maske anzulegen.


Eine häufige Nebenwirkung der CPAP-Therapie ist Trockenheit von Mund, Rachen und Nase. Schuld am Austrocknen der Schleimhäute ist der verstärkte Einstrom der Atemluft. Die Nase ist in der Folge oft verstopft und es kann zu Nasenbluten kommen. Außerdem kann sich bei mangelnder Feuchtigkeit das natürliche Keimspektrum von Mund- und Rachenraum verschieben. Zahlreiche für uns nützliche Bakterien und anderen Mikroorganismen besiedeln normalerweise unsere Schleimhäute. Verändert sich deren Spektrum, kann dies u. a. zu Mundgeruch führen.

Hinzu kommt, dass trockene Schleimhäute von Nase und Mund ihre Barrierefunktion bei der Abwehr von Krankheitserregern nicht optimal erfüllen können. Es gibt Hinweise, dass unter CPAP-Beatmung das Risiko von Infekten der oberen und unteren Atemwege steigt. (8,9) Diese wichtige Frage ist aber noch nicht abschließend geklärt. Um ein Austrocknen der Schleimhäute zu verhindern, wird vorbeugend die Verwendung von Luftbefeuchtern empfohlen, die sich an moderne CPAP-Geräte direkt anschließen lassen. (7)


Schmerzen im Brustkorb können eine Begleiterscheinung der CPAP-Therapie sein. Sie sind eine Art Muskelkater, mit der die Atemmuskulatur auf die Überdruckbehandlung reagiert. Die Lunge muss bei CPAP-Beatmung ständig gegen einen erhöhten Druck arbeiten und diese ungewöhnliche Anstrengung kann einen „Kater“ der Atemmuskulatur im Brustkorb provozieren.


Bei einer Überdruckbeatmung mittels CPAP-Maske kann es passieren, dass ein Teil der Luft nicht in die Atemwege, sondern in den Magen-Darm-Trakt gelangt. Bauchschmerzen, Völlegefühl und Blähungen sind mögliche Folgen. Sie lassen sich nur vermeiden, indem der Überdruck der Atemluft gedrosselt wird. Dann ist Fingerspitzengefühl verlangt, denn andererseits darf der therapeutisch erforderliche Druck nicht unterschritten werden.


Manche Menschen fühlen sich durch das Geräusch des CPAP-Geräts im Schlaf gestört. Empfindliche Menschen nehmen selbst leise arbeitende Geräte wahr, denn diese stehen ja in Kopfhöhe direkt neben dem Bett. Auch vom Maskenventil gehen Störgeräusche aus. Das Tragen von Ohrstöpseln, das geräuschsensiblen Menschen empfohlen wird, stellt nur bedingt eine Lösung dar. Zur Beatmung käme damit eine weitere Manipulation hinzu, die das Schlafen ihrerseits beeinträchtigen kann.


Oft stellen Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe die Frage, ob eine CPAP-Therapie auch bei Erkältungen oder Heuschnupfen durchgeführt werden kann. Tatsächlich können verschleimte Atemwege und eine verstopfte Nase die Beatmung mit einer CPAP-Maske komplizieren. Bei einer banalen Erkältung lässt sich die Behandlung eventuell für kurze Zeit unterbrechen. Anders sieht es jedoch beim Heuschnupfen aus, der manchmal Monate lang andauert. Eine wirklich zufriedenstellende Lösung gibt es für dieses Probleme nicht. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, bei verstopfter Nase eine Full-Face-Maske zu tragen, die Mund und Nase bedeckt.


CPAP-Masken sollten nach jedem Gebrauch gereinigt werden. Mit gutem Grund: Auf den Plastikmasken setzen sich nämlich sehr schnell Keime fest, die eingeatmet werden, wenn sie nicht regelmäßig entfernt werden. Auch gefährliche Krankheitserreger, die etwa Lungenentzündungen hervorrufen, können über kontaminierte Masken in die Atemwege gelangen. Deshalb sollte man bei der Reinigung der CPAP-Masken nicht „schludern“, sondern die Herstellerempfehlungen sehr genau befolgen.


CPAP-Masken sind nicht sexy. Es überrascht deshalb nicht, dass sich viele Partner/innen durch das technische Equipment irritiert und gestört fühlen. Die CPAP-Therapie kann das Liebesleben auf eine harte Probe stellen. Manche Betroffene berichten sogar von Beziehungskrisen.


Leben mit der CPAP-Beatmung: Das sollten Sie wissen

  • Geben Sie sich etwas Zeit. Es ist normal, dass Sie es am Anfang als störend empfinden, beim Schlafen eine Maske zu tragen. Nach einiger Zeit jedoch sollten Sie sich daran gewöhnt haben. Fühlen Sie sich aber nach mehreren Wochen noch immer unwohl und beeinträchtigt durch den Fremdkörper, sollten Sie das in jedem Fall mit Ihrem Arzt besprechen.
  • Es dauert etwas, bis man sich an das Atmen gegen den Überdruck gewöhnt hat. Dazu gehört auch die Kontrolle und Feineinstellung in einem Schlaflabor unter ärztlicher Aufsicht.

Wenn Sie unter Nebenwirkungen der CPAP-Therapie – zum Beispiel Beklemmungen, Mundtrockenheit, Partnerschaftsproblemen – leiden, sollten Sie die Behandlung nicht eigenmächtig abbrechen. Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt. Für manche Probleme, wenn auch nicht für alle, gibt es Lösungen. Bei Mundtrockenheit etwa kann ein Luftbefeuchter helfen und bei Druckstellen ein Maskenwechsel.

  • Wenn Sie aber auf Dauer nicht mit der CPAP-Beatmung zurechtkommen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über alternative Behandlungsmöglichkeit sprechen. Ein Zungenschrittmacher würde sich anbieten.

 


Eine gute Alternative: der Zungenschrittmacher

Eine Langzeitbehandlung, wie sie bei der chronischen Schlafapnoe erforderlich ist, muss nicht nur wirksam sein. Auch Verträglichkeit und Komfort müssen stimmen. In dieser Hinsicht überzeugt die nächtliche Beatmung mit einer CPAP-Maske viele Patienten nicht: Sie leiden unter verschiedenen Nebenwirkungen und fühlen sich durch die Behandlung im Schlaf gestört und in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Außerdem können sich viele Partner/innen nur sehr schwer mit der „technische Ausrüstung im Bett“ arrangieren, so dass es nicht selten zu Beziehungsproblemen kommt. Für viele Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe ist die CPAP-Beatmung aus diesen Gründen auf lange Sicht nicht wirklich eine Perspektive.

Als Alternative bietet sich die Behandlung mit einem Zungenschrittmacher an. Das Inspire-Therapiesystem misst kontinuierlich den Atemrhythmus des Patienten. Er stimuliert den Zungenmuskel und verhindert, dass dieser im erschlafften Zustand nach hinten rutscht und die Atemwege blockiert. Die OSA-typischen Atemaussetzer werden so vermieden. In der Folge lässt die Tagesmüdigkeit nach und die Leistungsfähigkeit steigt wieder an, welches durch Studien mit vielen tausend Patienten dokumentiert ist. Die Zufriedenheit der Patienten mit der Inspire-Therapie liegt bei über 90 Prozent. (10) Das liegt nicht nur an der belegten Wirksamkeit, sondern auch daran, dass sich die Inspire Therapie – im Gegensatz zur CPAP-Therapie – der natürlichen Atmung anpasst und ein freies Ein- und Ausatmen in der Nacht ermöglicht. Das Implantat ist von außen nicht sichtbar und wird ganz einfach auf Knopfdruck vor dem Schlafengehen aktiviert.


Mehr erfahren:

  • Erfahrungsbericht Ilona Mohr: „Ein neues Leben“
    Viele Jahre lang hatte Ilona Mohr tagsüber mit bleierner Müdigkeit zu kämpfen, bevor eine schwere Form der obstruktiven Schlafapnoe festgestellt wird. Ein Behandlungsversuch mit Überdruckbeatmung scheitert, weil die Patientin unter der CPAP-Maske Panikattacken entwickelt. Ein Zungenschrittmacher schenkt ihr schließlich „ein neues Leben“. Ihre verloren geglaubte Energie kehrte zurück, und sie kann heute das Leben mit ihrer Familie wieder in vollen Zügen genießen.

  • Erfahrungsbericht Robert Rauch: Alarmzeichen Sekundenschlaf
    Wiederholt nickte Robert Rauch für Sekunden beim Autofahren ein. Spätestens da wusste der 43-jährige, dass etwas nicht stimmt. Die Diagnose: obstruktive Schlafapnoe. Die CPAP-Maske besserte zwar die Tagesmüdigkeit, entpuppte sich aber als Beziehungskiller. Per Zufall erfahren die Rauchs von der Möglichkeit eines Zungenschrittmachers und zögern nicht lange. Heute ist ihre Ehe wieder unbelastet und Robert Rauch ein rundum zufriedener Mann.

  • Erfahrungsbericht Michael Pillich: Raus aus dem Leistungstief
    Michael Pillich war immer sehr aktiv, doch um die vierzig erlebt einen Leistungsknick. Der Feuerwehrmann steht kurz davor, seinen Job zu verlieren. Er leidet an obstruktiver Schlafapnoe und wird zunächst mit der CPAP-Maske behandelt. Doch die sitzt nicht richtig und er schwitzt stark darunter – auf Dauer für ihn keine Perspektive. Ein Zungenschrittmacher ist die Lösung. Dank der Inspire Therapie kann Michael Pillich heute wieder seinen Beruf ausüben und ist unternehmungslustig wie früher.

Quellenangaben:

(1) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF). e.V. Online verfügbar unter: www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/063-001l_S3_SBAS_2017-08_2.pdf; Zuletzt abgerufen: April 2020.
(2) Bratton DJ, Gaisl T, Schlatzer C et al. Comparison of the effects of continuous positive airway pressure and mandibular advancement devices on sleepiness in patients with obstructive sleep apnoea: a network metaanalysis. Lancet Respir Med 2015;3(11):869–878.
(3) Bakker JP, Edwards BA, Gauta SP. Blood pressure improvement with continuous positive airway pressure is independent of obstructive sleep apnea severity. Sleep 2014;10(4):365–369 (3).
(4) Deutsche Ärzteblatt. Online verfügbar unter: www.aerzteblatt.de/nachrichten/70278/Schlaf-Apnoe-CPAP-Beatmung-schuetzt-in-Studie-nicht-vor-Herz-Kreislauf-Ereignissen; Zuletzt abgerufen: April 2020.
(5) Bakker JP et al. Motivational Enhancement for Increasing Adherence to CPAP. Chest 2016;150(2):337-45. doi: 10.1016/j.chest.2016.03.019.
(6) Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Online verfügbar unter: www.gesundheitsinformation.de/behandlung-einer-obstruktiven-schlafapnoe.2120.de.html; Zuletzt abgerufen: April 2020.
(7) Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Online verfügbar unter: www.gesundheitsinformation.de/cpap-atemtherapie-umgang-mit-haeufigen-problemen.2120.de.html; Zuletzt abgerufen: April 2020.
(8) Su VY, Liu CJ, Wang HK et al. Sleep apnea and risk of pneumonia: a nationwide population- based study. CMAJ 2014;186(6):415-421.
(9) Sanner BM, Fluerenbrock N, Kleiber-Imbeck A et al. Effect of continuous positive airway pressure therapy on infectious complications in patients with obstructive sleep apnea syndrome. Respiration 2001;68(5):483-487.
(10) Heiser C, Steffen A, Boon M et al. Post-approval upper airway stimulation predictors of treatment effectiveness in the ADHERE registry. Eur Respir J 2019;53(1):1801405.


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