Schlafphasen und Schlafbedürfnis

Schlafphasen und Schlafbedürfnis

Der Schlaf nimmt fast ein Drittel der menschlichen Lebenszeit ein. Dennoch kennen sich die Wenigsten mit den Schlafphasen, der inneren Uhr oder den unterschiedlichen Schlafbedürfnissen aus.

Die Schlafphasen

Schlaf hat eine lebenswichtige Funktion. Zusätzlich zur körperlichen und geistigen Regeneration trägt der Schlaf auch dazu bei, Gedächtnis- und Lerninhalte zu festigen.

Doch ob der Schlaf erholsam war, zeigt sich erst am nächsten Morgen. Denn Schlaf ist nicht gleich Schlaf: vom Augenschließen bis zum Gähnen in der Frühe durchläuft der Mensch unterschiedliche Schlafphasen.

  • Stadium 1: In der sogenannten Einschlafphase ist das Bewusstsein noch aktiv. Leichte Aufschreckmomente oder Muskelzuckungen sind völlig normal, denn hier findet der Wechsel vom Wachzustand in den Schlaf statt.
     
  • Stadium 2: Nur ungefähr 15 Minuten später geht der Körper in den leichten Schlaf über. Etwa die Hälfte der Schlafenszeit wird in diesem Stadium verbracht. Noch ist das Bewusstsein teilweise aktiv, doch die Muskulatur entspannt sich bereits.
     
  • Stadien 3: Schließlich entspannen sich die Muskeln komplett. Der Körper geht vom leichten Schlaf in die Tiefschlafphase über. Hier verlangsamen sich die Atmung und der Herzschlag – der Körper hat nun Zeit, sich zu regenerieren. Diese Phase nimmt bei einem Erwachsenen nur etwa ein Fünftel des gesamten Schlafes ein, ist aber für eine erholsame Nacht entscheidend.
     
  • REM-Schlaf: Auf die Tiefschlafphase folgt erneut eine Phase des leichten Schlafes. Danach fällt der Körper in den so genannten REM-Schlaf, auch Traumphase genannt. Die Abkürzung steht für „Rapid Eye Movement“ und beschreibt die raschen Augenbewegungen während dieser Schlafphase. In der traumaktiven Phase verarbeitet das Gehirn Informationen und das Erlebte vom Tag.

In jeder Nacht wiederholen sich die fünf Schlafstadien drei- bis fünfmal. Die einzelnen Phasen variieren dabei in ihrer Länge. Der REM-Schlaf beispielsweise wird im Laufe der Nacht immer länger.

Die innere Uhr

Der Schlaf-Wach-Rhythmus wird nicht nur durch äußere Faktoren wie Helligkeit und Dunkelheit beeinflusst, sondern auch durch einen inneren Taktgeber gesteuert – die sogenannte zirkadiane Rhythmik oder auch innere Uhr. Dabei funktioniert ein kleiner Teil des Gehirns wie eine Schaltzentrale. Der Wechsel von hellen Tagphasen zu dunklen Nachtphasen ist sehr wichtig für die Einhaltung eines 24-Stunden-Taktes. Dadurch wird man abends müde und morgens wach.

Aber auch ohne diesen äußeren Reiz würde der Körper im 24-Stunden-Takt mithilfe der inneren Uhr weiterhin funktionieren.

Dieser innere Taktgeber funktioniert sehr präzise und leitet nicht nur die Schlaf- und Aufwachphasen ein, sondern beeinflusst auch unser Aktivitätslevel über den Tag hinweg. So ist das Gehirn vormittags sehr leistungsfähig, während der Körper mittags ermüdet. Am späteren Nachmittag folgt darauf eine zweite Hochphase.

Unterschiedliches Schlafbedürfnis

Im Laufe des Lebens ändern sich die Schlafgewohnheiten. Das menschliche Schlafbedürfnis wird von unserem Lebensalter beeinflusst.

Säuglinge benötigen mit bis zu 16 Stunden deutlich mehr Schlaf als Erwachsene. Das Schlafbedürfnis nimmt bis zum Erwachsenenalter ab und schwankt danach teilweise stark. Mit zunehmendem Alter verringert sich der Anteil der Tiefschlafphase. Neben dem Alter beeinflussen auch andere Faktoren das Schlafbedürfnis. Schlaf bleibt aber immer ein essentieller Bestandteil des Lebens – egal ob für Jung oder Alt.

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