Diagnose Schlafapnoe

Diagnose Schlafapnoe

Eine frühzeitige Diagnose und eine effektive Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) sind entscheidend, um das Risiko für Folgeerkrankungen zu minimieren.

Typische Symptome als erster Hinweis

Der Hausarzt spielt in der Diagnostik der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) eine entscheidende Rolle, da er in der Regel der erste ist, an den sich Betroffene wenden. Ein erster Verdacht für eine obstruktive Schlafapnoe entsteht, wenn Betroffene von Symptomen wie starkem Schnarchen, Atemaussetzern beim Schlafen oder einer starken Tagesmüdigkeit berichten. In diesem Falle nutzt der Arzt einen OSA-spezifischen Fragebogen, mit dem die typischen Symptome abgefragt werden. Erhärtet sich der Verdacht, folgt eine schlafmedizinische Untersuchung bei den Betroffenen zu Hause, die sogenannte ambulante Polygraphie. Hierbei bekommt der Patient ein kleines tragbares Überwachungsgerät („Schlafkoffer“) mit nach Hause, das vom Patienten vor dem Zubettgehen selbst anlegt wird. Das Gerät zeichnet die Atmung, den Sauerstoffgehalt im Blut und den Herzschlag im Schlaf auf. Ergeben sich bei dieser Untersuchung Hinweise auf eine obstruktive Schlafapnoe, erfolgt eine Überweisung in ein Schlaflabor zur genaueren schlafmedizinischen Untersuchung und Diagnosestellung.

Diagnosestellung im Schlaflabor

Um die Diagnose „obstruktive Schlafapnoe“ zu bestätigen, wird im Rahmen einer schlafmedizinischen Untersuchung (Polysomnographie) unter anderem der Blutsauerstoffgehalt sowie die Anzahl der Atemaussetzer des Patienten im Schlaf gemessen. Bei dieser schlafmedizinischen Untersuchung wird auch der sogenannte „Apnoe-Hypopnoe-Index“ (AHI) ermittelt. Hierzu werden im Schlaflabor die Anzahl der Apnoen (Atemaussetzer) und Hypopnoen (Zeiten mit vermindertem Atemfluss) pro Stunde Schlaf aufgezeichnet. Der Apnoe-Hypopnoe-Index wird herangezogen, um den Schweregrad der obstruktiven Schlafapnoe zu ermitteln. Bei einem AHI von 15-30 wird die Schlafapnoe als mittelgradig eingestuft, beträgt der AHI mehr 30, handelt es sich um eine schwere obstruktive Schlafapnoe.1

Auch die Schlaftiefe, -qualität und der Schlafverlauf werden über eine oder mehrere Nächte von den Experten im Schlaflabor beobachtet und aufgezeichnet. Zusätzlich kann eine Schlafendoskopie durchgeführt werden. Dabei untersucht das medizinische Personal mit einer kleinen Kamera, wo genau die obstruktive Schlafapnoe entsteht, um die anatomischen Voraussetzungen für verschiedene Therapieoptionen zu überprüfen. Im Anschluss wählt der Arzt die passende Behandlung auf Basis der Untersuchungsergebnisse aus.

1 Mayer G, Arzt M, Braumann B et al. S3-Leitlinie Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen, Kapitel „Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen“. Somnologie 2017; 20 (Suppl s2): 97-180.

Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es im Schlaf zu einem Verschluss der oberen Atemwege. Atemaussetzer sind die Folge.

Was ist eine obstruktive Schlafapnoe?

Schlafapnoe ist eine weit verbreitete Volkskrankheit, die unbehandelt schwere körperliche Schäden verursachen kann. Hier finden Sie Wissenswertes zu den verschiedenen Formen und Ursachen einer Schlafapnoe.

Viele Betroffene leiden unter den typischen Begleiterscheinungen der Schlafapnoe wie Müdigkeit, Leistungsminderung und Kopfschmerzen.

Obstruktive Schlafapnoe - Symptome

Die Symptome einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) sind vielfältig. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, können schwere Folgeerkrankungen entstehen. Finden Sie heraus, wie Sie eine obstruktive Schlafapnoe erkennen.

Die individuelle Behandlung der Schlafapnoe ist das A und O, damit Betroffene ihr Leben wieder genießen können.

Obstruktive Schlafapnoe – Therapie

Für die Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe gibt es verschiedene Therapieoptionen – von der Unterkieferprotrusionsschiene über die CPAP-Maske bis zum Zungenschrittmacher. Für jeden Betroffenen kann eine andere Behandlung sinnvoll sein.

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