Schlafstörungen

Schlafstörungen

Schlafstörungen sind weit verbreitet und können gefährliche kurz- sowie langfristige Folgen haben. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Eine besonders schwerwiegende Form des gestörten Schlafs sind schlafbezogene Atmungsstörungen wie die obstruktive Schlafapnoe.


durch Schlafstoerungen geplagter Schlafapnoe Patient

Kurzfristige Folgen von Schlafstörungen

Nicht jeder, der abends müde in sein Kissen fällt, wacht morgens erholt und voller Tatendrang wieder auf. Etwa 20-25% der Deutschen leiden unter Schlafstörungen.

Diese können durch unterschiedliche Ursachen entstehen. Stress im Beruf oder Privatleben ist ein häufiger Grund. Dem Körper gelingt es dann nicht mehr, sich ausreichend in einen Erholungszustand zu versetzen. Ein erhöhtes Körpergewicht sowie unregelmäßige Schlafzeiten führen ebenfalls häufig zu Schlafproblemen. Auch übermäßiger Alkoholkonsum vor dem zu Bett gehen beeinflusst die Schlafphasen und resultiert in einem wenig erholsamen Schlaf.

Die Folgen eines unruhigen oder mangelhaften Schlafes äußern sich kurzfristig als Erschöpfung oder Kopfschmerzen.


Langfristige Folgen von Schlafproblemen

Arzt erläutert einer Betroffenen mit obstruktiver Schlafapnoe den Befund aus dem Schlaflabor.

Wiederholter Schlafmangel oder wiederholte schlechte Schlafqualität können zu langfristigen Problemen führen:

  • Konzentrationsmangel
  • Kopfschmerzen
  • Belastbarkeit und Stressresistenz sinken
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Gewichtszunahmen/Gewichtsverlust
  • Antriebslosigkeit

Wird der Schlafmangel über einen längeren Zeitraum nicht ausgeglichen, kann das zu lebensbedrohlichen Situationen wie Sekundenschlaf während des Autofahrens führen. Aber auch abseits des Straßenverkehrs wirken sich starke Müdigkeit und Konzentrationsschwäche negativ auf unsere körperliche und geistige Gesundheit aus.


Atembezogene Schlafstörungen

Zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Wohlbefindens führen Schlafstörungen, welche die Atmung beeinträchtigen, wie zum Beispiel die Schlafapnoe. Diese sogenannte schlafbezogene Atmungsstörung kann auf zwei Wegen verursacht werden:

  • Bei zentral verursachten Atempausen (zentrale Schlafapnoe), die vom Gehirn ausgehen, fehlt der Atemantrieb. Die Atemmuskulatur erhält keine Signale für das Luftholen vom Atemzentrum. Das führt zu mehrfachen Atempausen während des Schlafes.
     
  • Wenn die Atemwege durch die Zunge und das umliegende Gewebe eingeengt oder verschlossen werden, handelt es sich um eine obstruktive Schlafapnoe (OSA).

Je nach Schweregrad der schlafbezogenen Atmungsstörung fühlen sich die Betroffenen am nächsten Tag nicht nur antriebslos und müde, sondern müssen in manchen Fällen mit schwerwiegenden Folgen rechnen. Patienten, die unter obstruktiver Schlafapnoe mit Tagesschläfrigkeit leiden, haben im Straßenverkehr eine drei- bis siebenfach erhöhte Unfallwahrscheinlichkeit. Auch das Risiko für Kreislauferkrankungen, Diabetes und Schlaganfälle ist durch eine OSA deutlich erhöht.

Für das soziale Umfeld kann die OSA ebenfalls zum Problem werden. Denn wenn die Atemwege verschlossen sind, können Schnarchgeräusche auch den Schlaf des Partners beeinträchtigen. Dabei ist nicht nur die Gesundheit gefährdet, sondern auch die partnerschaftliche Beziehung.

Klassische und neue Behandlungsmöglichkeiten können bei schlafbezogenen Atmungsstörungen helfen. Je nach Befund können bereits einfache Maßnahmen wie Gewichtsreduktion oder eine Änderung der Schlafposition die Symptome lindern.

Handelt es sich jedoch um eine mittel- oder schwerwiegende Form der Schlafapnoe, muss die Erkrankung mit einer Beatmungstherapie (CPAP) oder einer alternativen Therapie behandelt werden, damit die Betroffenen wieder erholsam schlafen können.


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  • bei denen eine obstruktive Schlafapnoe festgestellt wurde
  • bei denen eine CPAP-Therapie nicht ausreichend wirkt oder denen die Maske Probleme bereitet
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