Was ist eine obstruktive Schlafapnoe (OSA)?

Was ist eine obstruktive Schlafapnoe (OSA)?

Bei einer sogenannten obstruktiven Schlafapnoe (OSA) handelt es sich um eine nächtliche Atmungsstörung, die mit Atemaussetzern einhergeht. Bleibt die obstruktive Schlafapnoe über einen längeren Zeitraum unbehandelt, können schwerwiegende Folgeerkrankungen entstehen.

Unterschiedliche Formen der Schlafapnoe

Der Begriff Apnoe bedeutet „Nicht-Atmung“ oder Atemstillstand. Unter einer Schlafapnoe oder auch einem Schlafapnoe-Syndrom versteht man eine Atmungsstörung, die während des Schlafens auftritt. Bei der nächtlichen Atmungsstörung wird zwischen obstruktiver, zentraler und gemischtförmiger Schlafapnoe unterschieden. In den meisten Fällen handelt es sich um eine obstruktive Schlafapnoe, nur wenige Patienten leiden unter einer zentralen Schlafapnoe. Von gemischtförmiger Schlafapnoe spricht man, wenn ein Patient sowohl unter zentraler als auch unter obstruktiver Schlafapnoe leidet. Dies kommt jedoch sehr selten vor.

Zentrale Schlafapnoe

Bei der weniger häufig auftretenden zentralen Schlafapnoe ist die Steuerung des Atemantriebs im Gehirn gestört. Die Atemmuskulatur erhält vom Atemzentrum im Gehirn kein Signal für das Luftholen. Dies führt zu mehrfachen Atempausen während des Schlafes. Ursachen einer zentralen Schlafapnoe können Schädigungen nach Schlaganfällen oder Herzinfarkten sein.

Volkskrankheit obstruktive Schlafapnoe

Etwa 3,7 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter der weit verbreiteten obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Bei dieser Form der Schlafapnoe erschlafft die Zungenmuskulatur und das umliegende Gewebe während des Schlafes. Die oberen Atemwege werden dadurch verschlossen und es kommt zu nächtlichen Atemaussetzern. Die Folge: Sauerstoffreiche Luft kann nicht mehr in ausreichender Menge in die Lunge gelangen. Der Körper reagiert auf den Sauerstoffmangel mit häufigen Aufwachreaktionen während der Nacht.

Die Häufigkeit dieser nächtlichen Atemaussetzer bestimmt den Schweregrad der obstruktiven Schlafapnoe. Im Rahmen der Diagnosestellung werden im Schlaflabor die Anzahl der Apnoen (Atemaussetzer) und Hypopnoen (Zeiten mit vermindertem Atemfluss) pro Stunde Schlaf aufgezeichnet und der sogenannte Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) ermittelt. Anhand des Apnoe-Hypopnoe-Index wird die obstruktive Schlafapnoe in drei Schweregrade unterteilt:

  • Leichte obstruktive Schlafapnoe (mehr als fünf bis 15 Atemaussetzer pro Stunde, AHI 5-15)
  • Mittlere obstruktive Schlafapnoe (15 bis 30 Atemaussetzer pro Stunde, AHI 15-30)
  • Schwere obstruktive Schlafapnoe (mehr als 30 Atemaussetzer pro Stunde, AHI > 30)

In vielen Fällen bemerken die Betroffenen diese nächtlichen Aufwachepisoden nicht, so dass eine Diagnose der Schlafapnoe schwierig ist. Oft ist es der Partner oder die Partnerin des Betroffenen, der nicht nur das typische Schnarchen, sondern auch die gefährlichen Atemaussetzer bemerkt.

Ursachen der obstruktiven Schlafapnoe

Die Entstehung der obstruktiven Schlafapnoe ist noch nicht gänzlich geklärt. Dennoch gibt es verschiedene Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen:

  • Übergewicht
  • Eine ungünstige Verengung des oberen Gesichtsschädels oder der oberen Atemwege
  • Starke Fetteinlagerungen im Hals- und Nackenbereich
  • Übermäßiges Rauchen
  • Regelmäßiger Alkoholgenuss vor dem Schlafen
  • Besonders häufig von Schlafapnoe betroffen sind Männer zwischen 40 und 70 Jahren sowie Frauen ab dem 50. Lebensjahr
Viele Betroffene leiden unter den typischen Begleiterscheinungen der Schlafapnoe wie Müdigkeit, Leistungsminderung und Kopfschmerzen.

Obstruktive Schlafapnoe – Symptome

Um Folgeerkrankungen zu vermeiden, sollte die Atmungsstörung so früh wie möglich erkannt werden. Finden Sie heraus, wie Sie eine mögliche obstruktive Schlafapnoe erkennen.

Arzt erläutert einer Betroffenen mit obstruktiver Schlafapnoe den Befund aus dem Schlaflabor.

Obstruktive Schlafapnoe - Diagnose

Liegen typische Symptome einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) vor, kann eine schlafmedizinische Untersuchung im Schlaflabor Gewissheit bringen. Eine frühzeitige Diagnose und eine effektive Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe sind entscheidend, um das Risiko für Folgeerkrankungen zu minimieren.

Die individuelle Behandlung der Schlafapnoe ist das A und O, damit Betroffene ihr Leben wieder genießen können.

Obstruktive Schlafapnoe – Therapie

Für die Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe gibt es verschiedene Therapieoptionen – von der Unterkieferprotrusionsschiene über die CPAP-Maske bis zum Zungenschrittmacher. Für jeden Betroffenen kann eine andere Behandlung sinnvoll sein.

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