Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter, Patienten, Kunden und Organisationen hat für uns höchste Priorität. Unsere Antwort zu COVID-19 lesen Sie hier

Experten-Interview: Schlafapnoe erfolgreich behandeln

 

19.02.2020

das schlafmagazin 1/2020: Dr. Winfried Hohenhorst, Chefarzt der HNO-Klinik am Alfried Krupp Krankenhaus Essen beantwortet wichtige Fragen rund um das Thema Schlafapnoe und berichtet über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Zungenschrittmacher.


Dr. Hohenhorst

Was ist eine obstruktive Schlafapnoe und welche Symptome deuten darauf hin?

Dr. Hohenhorst: Die obstruktive Schlafapnoe ist eine häufige Ursache von Schlafstörungen. Bei der obstruktiven Schlafapnoe erschlafft die Zungenmuskulatur im Schlaf und verschließt die oberen Atemwege, sodass Atempausen entstehen. Typisch bei obstruktiver Schlafapnoe ist daher lautes und unregelmäßiges Schnarchen, das durch Atemaussetzer unterbrochen wird. Betroffene fühlen sich tagsüber ständig müde und haben ein erhöhtes Risiko, einen Autounfall zu verursachen, da es durch die fehlende Erholung in der Nacht zum gefährlichen Sekundenschlaf kommen kann.

Die Ursache für die OSA kann zum einen Übergewicht und die damit verbundenen Fettgewebseinlagerung im Halsbereich sein, zum anderen aber auch anatomische Gegebenheiten, wie beispielsweise ein zu kurzer Unterkiefer oder zu große Mandeln. Außerdem steigt mit jedem Lebensjahr das Risiko für die Entwicklung einer obstruktiven Schlafapnoe, da im Alter die Muskelspannung nachlässt.

Wie wird eine obstruktive Schlafapnoe diagnostiziert?

Dr. Hohenhorst: In der Regel suchen die Patienten zunächst den Hausarzt oder den HNO-Arzt auf, der sie dann an eine schlafmedizinische Einrichtung mit Schlaflabor überweist. Zunächst wird mit Hilfe einer ambulanten Polygraphie („Schlafkoffer“) beim Betroffenen zuhause die Atmung, der Sauerstoffgehalt im Blut und der Herzschlag im Schlaf gemessen. Im Schlaflabor erfolgt danach die genauere schlafmedizinische Untersuchung und Diagnosestellung.

Welche Folgen hat eine obstruktive Schlafapnoe und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Dr. Hohenhorst: Eine obstruktive Schlafapnoe ist eine ernstzunehmende Erkrankung und sollte immer vom Arzt abgeklärt werden. Bleibt sie unbehandelt, können Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzrhythmusstörungen die Folge sein. Auch Bluthochdruck ist eine häufige Folgeerkrankung. Viele Betroffene leiden jahrelang unter einem behandlungsbedürftigen Bluthochdruck, der leicht durch eine Behandlung der zugrundeliegenden Schlafapnoe hätte therapiert werden können.

Die Wahl der Therapie der obstruktiven Schlafapnoe erfolgt individuell für jeden Patienten. Neben konventionellen Methoden wie der CPAP-Maske ist die Therapie mit dem Inspire® Zungenschrittmacher eine wirksame und erprobte Behandlungsmethode.

Wie funktioniert die Inspire® Therapie?

Dr. Hohenhorst: Das Inspire® System funktioniert durch die Stimulation des Nervs, der für die Muskelspannung der Zunge verantwortlich ist. Ist dieser Muskel angespannt, fällt die Zunge nicht in den Rachen zurück. Das Inspire® System arbeitet im Einklang mit dem natürlichen Atemrhythmus. Durch den bei der Einatmung entstehenden Unterdruck im Brustkorb wird eine Sensorelektrode stimuliert. Diese gibt einen Impuls an die Schrittmachereinheit (Neurostimulator), die dann wiederum per Stromimpuls den Zungennerv aktiviert. Mit einer Fernbedienung kann der Patient den Zungenschrittmacher vor dem Schlafengehen ein- und morgens wieder ausschalten.

Hat die Inspire® Therapie eine langfristige Wirkung?

Dr. Hohenhorst: Die Inspire® Therapie ist bei geeigneten Patienten die wirksamste Therapie der obstruktiven Schlafapnoe, die uns derzeit zur Verfügung steht. Laut Studien reduziert der Zungenschrittmacher bei 79 % der Betroffenen nächtliche Atemaussetzer. Meiner Erfahrung nach profitieren sogar noch mehr Patienten von der Inspire® Therapie. Der Betroffene ist im Alltag durch den Zungenschrittmacher nicht beeinträchtigt. Es sind auch alle medizinischen Untersuchungen inkl. Computertomographie möglich. Während mit früheren Systemen keine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden konnte, ist das neueste Inspire® System unter bestimmten Bedingungen sogar MRT-tauglich.

Wer ist für die Inspire® Therapie geeignet und wie läuft die Behandlung ab?

Dr. Hohenhorst: Der Inspire® Zungenschrittmacher kommt für Betroffene mit obstruktiver Schlafapnoe infrage, die mit einer CPAP-Therapie nicht zurechtkommen und die nicht zu stark übergewichtig sind. Zudem muss das Zurücksinken der Zunge die Ursache der obstruktiven Schlafapnoe sein, damit der Zungenschrittmacher wirken kann. Dies wird im Rahmen einer Schlafendoskopie abgeklärt.

Der Betroffene muss für die Implantation des Zungenschrittmachers wenige Tage stationär ins Krankenhaus. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und verursacht keine starken Schmerzen.

Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen mit der Inspire® Therapie?

Dr. Hohenhorst: Ich halte die Inspire® Therapie für die beste Behandlungsoption für geeignete Betroffene von obstruktiver Schlafapnoe. Vor über 9 Jahren haben wir erstmals das Inspire® System bei einer Patientin implantiert. Die Betroffene profitiert sehr vom Inspire® Zungenschrittmacher, auch nach so vielen Jahren wirkt er hervorragend. Für die meisten Behandelten verändert die Inspire® Therapie das Leben grundsätzlich und langfristig.

 

Hier finden Sie das im Schlafmagazin 01/2020 veröffentlichte Interview zum download. 


X Schließen

Ihr Ergebnis

Die Inspire Therapie kann für Sie geeignet sein.

Sprechen Sie mit einem speziell geschulten Arzt! Er entscheidet gemeinsam mit Ihnen nach einem Gesundheitscheck und weiteren Untersuchungen Ihrer Atemwege, ob die Inspire Therapie die beste Behandlungsmöglichkeit für Sie ist.

Ihr Ergebnis

Vielleicht in Zukunft, aber derzeit kommt die Inspire Therapie für Sie noch nicht infrage.

Die Inspire Therapie ist für Betroffene mit einem BMI unter 35 geeignet. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt und erkundigen Sie sich, welche Schritte Sie unternehmen können, um zukünftig vielleicht von der Inspire Therapie zu profitieren.

Ihr Ergebnis

Derzeit kommt die Inspire Therapie für Sie noch nicht infrage.

Die Inspire Therapie ist für Betroffene mit einem BMI unter 35 geeignet. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt und erkundigen Sie sich, welche Schritte Sie unternehmen können, um zukünftig vielleicht von der Inspire Therapie zu profitieren.

Ihr Ergebnis

Die Inspire Therapie kommt für Sie erst nach einer CPAP-Behandlung oder bei Problemen mit der CPAP-Maske infrage.

Die Behandlung mit dem Inspire Zungenschrittmacher eignet sich für Betroffene,

  • bei denen eine obstruktive Schlafapnoe festgestellt wurde
  • bei denen eine CPAP-Therapie nicht ausreichend wirkt oder denen die Maske Probleme bereitet
  • mit einem BMI-Wert unter 35

Ihr Ergebnis

Die Inspire Therapie kommt derzeit für Sie nicht infrage.

Die Behandlung mit dem Inspire Zungenschrittmacher eignet sich für Betroffene,

  • bei denen eine obstruktive Schlafapnoe festgestellt wurde
  • bei denen eine CPAP-Therapie nicht ausreichend wirkt oder denen die Maske Probleme bereitet
  • mit einem BMI-Wert unter 35

Kommen Sie für die Inspire Therapie infrage?

Bitte Auswahl treffen!
Ich habe Probleme mit der CPAP-Maske.
Bitte Auswahl treffen!
Bitte geben Sie Ihr Alter an!

Die Inspire Therapie ist für Patienten geeignet,

  • die unter mittlerer bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe leiden.
  • bei denen eine CPAP-Therapie nicht ausreichend wirkt oder denen die Maske Probleme bereitet.
  • die nicht stark übergewichtig sind.
Füllen Sie den Eignungstest aus, um herauszufinden, ob Sie ein geeigneter Kandidat für die Inspire Therapie sind.

Was Sie auch interessieren könnte

Auf Patientenveranstaltungen von Inspire können sich Betroffene von obstruktiver Schlafapnoe zur Erkrankung und zum Zungenschrittmacher von Inspire informieren und sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Patientenveranstaltungen

Schlafapnoe Betroffene aktiviert vor dem Schlafengehen den Zungenschrittmacher von Inspire mit einer Fernbedienung.

So funktioniert die Inspire Therapie

Frau sucht nach Informationen

Informationen Schlafapnoe

X

Ihr direkter Kontakt

Kontakt Frau Dr. Anja Löflath

Frau Dr. Anja Löflath (Teamleitung Medical Support)

Kontaktieren Sie mich unverbindlich und gebührenfrei
per Telefon oder per E-Mail
0800 77442210 (Mo-Fr: 9-17 Uhr)
inspiresleep@dp-medservices.de

Haben Sie noch Fragen zur Inspire Therapie?

Folgen Sie Inspire Sleep auf unseren Kanälen.