Zungenschrittmacher – Häufig gestellte Fragen

Wenn Sie unter Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) leiden und die CPAP-Beatmung nicht nutzen können oder Sie damit nicht ausreichend Linderung Ihrer Symptome erreichen, können die folgenden Antworten auf häufig gestellte Fragen hilfreich sein. Sie sollen helfen, Sie auf ein Gespräch mit Ihrem, in der Inspire Therapie geschulten, Schlafmediziner vorzubereiten. Sollten Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail oder laden Sie die Inspire Patientenbroschüre herunter, um weitere Informationen zu erhalten.

Wie funktioniert die Inspire Therapie?

Die Inspire Therapie behandelt die OSA innerhalb Ihres Körpers im Einklang mit dem natürlichen Atemrhythmus. Das System misst hierzu kontinuierlich Ihr Atemmuster im Schlaf. Auf der Grundlage Ihres individuellen Atemrhythmus sorgt das System dann für eine leichte Stimulation bestimmter Muskeln im Rachenraum, um so die Atemwege während des Schlafs offen zu halten. Das System wird so eingestellt, dass Sie von der Stimulation während des Schlafes nichts bemerken.

Das Inspire System wird über eine kleine Fernbedienung gesteuert und besteht aus drei Komponenten: einem kleinen Generator, einem Atemsensor und einer Stimulationselektrode. Die Therapie wird einfach abends vor dem Zubettgehen eingeschaltet und am Morgen, nach dem Erwachen, wieder ausgeschaltet.

Wird die Inspire Therapie von der Krankenversicherung bezahlt?

Die Inspire Therapie trägt die CE-Kennzeichnung und ist eine nachgewiesen wirksame Behandlungsmethode für Obstruktive Schlafapnoe. Derzeit wird die Behandlung in einigen Kliniken als normale Kassenleistung angeboten. Möchten Sie sich in einer anderen Klinik behandeln lassen, wird von Ihrer Versicherung auf Basis von Einzelfallanträgen die Möglichkeit einer Behandlung geprüft. Ihr behandelnder Arzt wird Sie in diesem Fall dabei unterstützen, die Zahlungsbewilligung für die Inspire Therapie einzuholen. Auf diese Weise haben schon viele Patienten die Bewilligung ihrer Krankenversicherung erhalten und konnten mit der Inspire Therapie behandelt werden.

Benötige ich die Genehmigung meiner Krankenversicherung vor einer ersten Beratung in der Klinik?

Nein, Sie brauchen keine vorherige Beweilligung Ihrer Krankenversichererung vor Ihrem ersten Besuch in der Klinik. Das ärztliche Team, bestehend aus einem Schlafmediziner und einem Chirurgen, welche beide in der Inspire Therapie geschult sind, wird gemeinsam prüfen, ob die die Inspire Therapie eine mögliche CPAP-Alternative für Sie ist. Wenn die Inspire Therapie für Sie infrage kommt, bemühen sich die Ärzte in der Klinik bei Ihrer Krankenversicherung um eine Bewilligung, falls die Klinik die Behandlung nicht als Kassenleistung anbieten kann.

Hilft die Inspire Therapie gegen Schnarchen?

Die Inspire Therapie wurde entwickelt um Patienten mit Obstruktiver Schlafapnoe zu behandeln. Schnarchen ist ein häufiges Symptom bei Obstruktiver Schlafapnoe. Jedoch kann Schnarchen an sich viele verschiedene Ursachen haben. Daten aus der STAR Studie belegen, dass 85 % der Bettpartner berichten, dass ihre Partner die unter OSA leiden und die Inspire Therapie nutzen, gar nicht oder nur noch leicht schnarchen. Wenn Sie Schnarchen, kann Ihr behandelnder Arzt feststellen, ob das Schnarchen auf OSA zurückzuführen ist.

Wie fühlt sich die Stimulation an?

Die Stimulation wird in der Regel nur gering oder gar nicht vom Patienten wahrgenommen. Für gewöhnlich wird ein leichtes Kribbeln oder eine leichte Kontraktion der Zungenmuskulatur gefühlt. Die Stimulation soll weder schmerzhaft noch unangenehm sein um den Schlaf nicht zu stören. Über die Fernbedienung lässt sich die Stärke der Stimulation vom Patienten selbst regulieren. Ihr geschulter Schlafmediziner wird die erforderlichen Einstellungen vornehmen, so dass Ihr Schlaf nicht gestört wird.

Was geschieht bei der Operation?

Das Inspire System wird für gewöhnlich in einem kurzen stationären Aufenthalt eingesetzt. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose im Operationssaal. Das System wird über drei kleine Zugänge am Hals und am Brustkorb platziert. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff ist auch dieses Verfahren mit möglichen Risiken verbunden. Die Einzelheiten des Eingriffs wird Ihr behandelnder Arzt ausführlich mit Ihnen besprechen.

Wie lange dauert die Erholung nach dem Eingriff?

Die Heilungsphase nach dem Eingriff ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Für einige Tage nach der Implantation müssen Sie mit leichten Schmerzen und Schwellungen in den Bereichen der Narben rechnen. Je nach Ihrem Allgemeinzustand und eventuellen Begleiterkrankungen können Sie in der Regel nach zwei bis vier Tagen nach Hause gehen. Eine Anschlussbehandlung in einer Reha-Klinik ist nicht notwendig.

Innerhalb weniger Tage nach dem Eingriff sollten Sie wieder in der Lage sein, Ihre normalen Aktivitäten wieder aufzunehmen. Meist können Sie bereits am Tag nach der Operation wieder normal essen. Belastende körperliche Tätigkeiten, wie schweres Heben, sollten Sie etwa zwei Wochen lang meiden, je nach Anweisung Ihres Chirurgen. Etwa eine Woche nach dem Eingriff werden Sie von Ihrem Arzt untersucht, um die Wunden und den Heilungsprozess zu kontrollieren. Die meisten Patienten sind innerhalb weniger Wochen vollständig genesen.

Wie lange hält die Batterie des Inspire Generators?

Die Batterien halten in der Regel etwa 8 bis 11 Jahre. Die Generatorbatterie lässt sich nicht aufladen, daher muss der Generator nach Entleerung der Batterie ausgetauscht werden. Dies geschieht in einer kurzen Operation, ähnlich wie beim Austausch eines Herzschrittmachers.

Schränkt das Inspire System meine gewohnten Aktivitäten ein?

Für gewöhnlich stellt das Inspire System keine Einschränkung Ihrer gewohnten täglichen Aktivitäten dar. In Bezug auf besonders belastende Aktivitäten, wie beispielsweise Gewichtheben oder Aktivitäten mit einem großen oder unvorhersehbaren Bewegungsradius Ihres Oberkörpers und/oder Ihrer Arme, etwa der Arbeit als Feuerwehrmann, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt. Er wird Sie ausführlich beraten.

Wie oft sollte mein Arzt das Inspire System überprüfen?

Für gewöhnlich sollte das Inspire System ein- bis zweimal im Jahr überprüft werden. Je nach Ihrer individuellen Situation und dem Krankheitsverlauf kann Ihr Arzt jedoch entscheiden, Sie häufiger oder seltener zu untersuchen.

Gibt es medizinische Untersuchungen, die nach meinem Eingriff zu meiden sind?

Nach der Implantation des Inspire Systems sollte keine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden. Die magnetischen Felder der MRT-Geräte könnten die Komponenten des Inspire Systems beschädigen und eventuell Gewebeschäden verursachen. Wenn ein MRT-Verfahren empfohlen wird, besprechen Sie Ihre Optionen am besten mit Ihrem Arzt. Auch alternative Bildgebungsverfahren wie Computertomographie (CT), Ultraschall und andere können geeignet sein um notwendige Diagnostik durchzuführen.

Kann ich nach meinem Eingriff eine Mikrowelle und andere Haushaltsgeräte nutzen?

Ja, Sie können eine Mikrowelle und alle gängige Haushaltsgeräte nutzen, die keine starken Magnetfelder erzeugen. Wenn Sie Bedenken haben, sprechen Sie mit Ihrem in der Inspire Therapie geschulten Arzt.

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